Berufsbild KünstlerIn am Donnerstag, 30.4. um 17:45 mit Martina Gimplinger und Bahar Zamani
Martina Gimplinger und Bahar Zamani
Martina Gimplinger und Bahar Zamani sind promovierte Kulturwissenschaftlerinnen, die inspiriert von ihren Forschungsperspektiven Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und archivarischer Praxis entwickeln. Martina Gimplinger interessiert sich für einen affektiven Archivzugang im Kontext verdrängter österreichischer Gewaltgeschichte. Bahar Zamani erforscht das Anerkennen von subtilen, spirituellen Formen des Widerstands durch eine Kritik an einem westlich-zentrierten Verständnis von Aktivismus und Subjektivierungsprozessen. Aktuell führen sie das künstlerisch-wissenschaftliche Projekt Archiv des Zuhörens durch, das auf intimen Begegnungen mit Menschen basiert, die in und um den Sandleitenhof leben. Sie hören zu und versuchen, beim Zuhören nicht moralisch über das Gehörte zu urteilen. Ein solches Zuhören beinhaltet das Aushalten verschiedener, widersprüchlicher und auch unbehaglicher Standpunkte und das Scheitern des Versuchs, nicht zu urteilen. Dies bildet den Ausgangspunkt für ein Erforschen der Kraft des Zuhörens als lebendige Form des Erinnerns.
Archiv des Zuhörens entsteht im Rahmen des Stadt-Wien-Calls „Geschichte(n) Wiens: Zeitgemäße Formen des Erinnerns. Eine Initiative der Stadt Wien zum Republikjubiläumsjahr 2025 (1945/55/95). In Erinnerung an Heidemarie Uhl“.
Sarah Schuchter und Johannes Doppler
Sekretariat kunstschule.wien
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