09 Mai

Mangavortrag – Christina Gmeinbauer

Hallo zusammen,
Nächste Woche MI 16.05. 10:00 gibt es bei uns in der Comicwerkstätte einen Vortrag zu Japanischer Populärkultur. Christina Gmeinbauer von der Univeristät Wien kommt aus dem Institut für Japanologie zu uns und berichtet über ihre Forschungen.
Japanische Populärkultur, insbesondere Manga und Anime, ist mittlerweile auch vielen Menschen außerhalb der nationalen Grenzen Japans bekannt. Auch wenn sie nach wie vor mit einem gewissen Gefühl von japanischer Exotik verbunden werden mag, so werden vor allem japanische Comics inzwischen wohl nicht mehr als so fremd wahrgenommen wie es vielleicht noch vor dreißig Jahren der Fall war, als erste Werke in westliche Sprachen übersetzt wurden. Die große Beliebtheit, der sich diese Comictradition auch in Europa erfreut, wird gerne als eine zweite Welle des Japonismus bezeichnet, da sie auch Einflüsse in lokale Comicszenen nach sich zieht.
Doch was genau macht einen Manga eigentlich zum Manga?
Dieser Vortrag skizziert einen umfassenden Überblick zu Entstehungsgeschichte und gesellschaftlicher Bedeutung japanischer Manga in Japan und westlichen Ländern. Des Weiteren werden typische Stilmittel und Merkmale anhand von Beispielen anschaulich erklärt. So soll ein Verständnis dafür geschaffen werden, welche Techniken japanische Mangaka anwenden, um durch die Verflechtung von Bild und Text Geschichten zu erzählen.

07 Mai

r/place – best internet experiment 2017

Ein interessantes Internetexperiment des Sozialnetzwerks Reddit fand in den ersten 3 Apriltagen 2017 statt. Dabei handelte es sich um die Platzierung einer online Leinwand von 1000×1000 Pixel. Mitglieder konnten in einem Abstand von 5-20 Minuten die Farbe eines Pixelfeldes ändern. Die Inbesitznahme dieses Raumes durch NutzerInnen wurde aufgezeichnet und stellt eine bemerkenswerte Mischung künstlerischer und populärkultureller Zeichensprache dar, mittels der sich Zusammenschlüsse ihren Platz auf der Leinwand suchen wollten.

01 Apr.

Frohes Osterfest 2018

Hallo zusammen,
Der Frühling kommt wieder und somit auch die Wiedergeburt des Lebens. Aus dem Unbelebten wird Belebtes, das Ei bricht auf. Gleichzeitig geht ein altes Leben zu Ende, um das Neue hervorzubringen. Das Osterlamm gibt sein Leben aufdass ein neues Jahr beginnt.
Wünschen wir uns auch für dieses viele aufregende Erfahrungen.
Johannes Doppler

01 März

Comic und Performance

Vor kurzem stellte ich mir die Frage, wie die Sprache des Comic in einer Performance eingesetzt werden kann bzw. ob es möglich ist, die Stilmittel der Comics mit dem Konzept einer Performance zu verbinden.
In der Regel ist so eine Umsetzung ähnlich wie ein Theaterstück und nutzt folglich nicht Zeichnung und Erzählweise wie im Comic üblich. Eine weitaus interessantere und, wie ich meine, gelungene Umsetzung einer Comic-Performance stammt aus dem Trash-Anime „PopTeamEpic“. Eine dortige Episode zeigt die Dokumentation eines fiktiven Rockstars, die mittels zweier Performer und Zeichenblöcken erzählt wird.
Sehr interessante Richtung, die für die Zukunft des Comic in der Performance viel hergeben würde.

27 Feb.

Überaffirmation als Kunstform

In der Reihe der Essay-Filme, die wir in Kunstgeschichte durchnehmen, durften wir heute einen besonders bemerkenswerten Film der Yes Men sehen. „We fix the World“ thematisiert die vergangenen Aktionen der Yes Men. Diese nutzen eine Überaffirmation, also eine übertriebene Befürwortung, der kapitalistischen Potentiale um der Welt den Blick auf Möglichkeiten wiederzugeben.
Mit Schlips und Anzug mimen sie hohe Tiere aus der Industrie und der Regierung, um in deren Namen einerseits irrwitzige, andererseits verantwortungsvolle Projekte zu vermitteln. Sie entlarven dadurch die eigentlichen Motivationen der Wirtschaft, die Gedankenlosigkeit der Regierung und die Ignoranz sogenannter Spezialisten.
Ein wirklich sehenswerter Film.

12 Feb.

Alan Watts – Die Weisheit des ungesicherten Lebens

Hallo zusammen,
Da mich einige von euch darauf angesprochen haben, welches Buch ich letztes Mal in Kunstgeschichte zitiert habe, stell ich es euch samt Autor hier in den Zoo.
Alan Watts: Die Weisheit des ungesicherten Lebens
Ich kann alle Bücher von Alan Watts sehr empfehlen, wenn ihr euch mit dem östlichen Weg zu einer alternativen Betrachtung unserer Welt beschäftigen möchtet. Für jene, die lieber zuhören, verweise ich auch gerne auf die Audioaufnahmen von Alan Watts‘ Vorlesungen aus den 70ern, die man im Netz finden kann.
https://www.youtube.com/watch?v=rC-IsCryRlE

20 Dez.

Sind Fanarts illegal?

Da es im unterricht „Wirtschaft und Recht“ diese Woche um Urheber- und Linzenrechte ging, möchten wir euch die dortigen Informationsergüsse nicht vorenthalten. Vor allem für Comiczeichner*innen mag der folgende Beitrag wichtig sein.
Dieses Beispiel liefert eine gute Richtlinie, was man als Künstler*in bei der Nutzung fremden geistigen Eigentums beachten sollte bzw. bei der Herstellung bekannter Motive.
– Design: Es gibt auf der ganzen Welt die Möglichkeit ein Design beim Patentamt registrieren zu lassen. (Musterrecht in Österreich) Wird dem stattgegeben, dann ist das registrierte Design min. 5 Jahre geschützt und darf nur mittels Lizenz von dritten Personen verwendet werden.
– Charakter: Im Falle einer Comicfigur wäre dieser Punkt die Geschichte, aber auch das Verhalten der Figur. In anderen Feldern kann man es als Inhalt bezeichnen. Verweist dieser Bereich offensichtlich auf bereits bestehende Werke/Figuren, dann läuft man Gefahr das Urheberrecht zu verletzen.
– Gebaren: Alles was an Wort, Stimme oder Gebaren zum Ausdruck verwendet wird, könnte ebenfalls auf bestehende Werke/Figuren zurückfallen.
– Name: Spricht wohl für sich.
Dazu noch ein Link zu einer interessanten Website über das Thema Fanart.
comiczeichner.tv/fanart-verkauf-ist-verboten/